oder wie Herr Dr. Dr. A. H. Mieter für seinen neuen Standort in Berlin-Wilmersdorf sucht!
Vielleicht sind Sie / bist Du schon von dem uns allen bekannten Kollegen Dr. Dr. Arnim H. angerufen worden? Herr Dr. H., seines Zeichens Kieferchirurg und Immobilien-Tycoon, auch als “Mister MEDECO” bekannt, ist Geschäftsführer und einziger Gesellschafter der MEDECO GmbH und als solcher Zwischen-Vermieter von großformatigen Immobilien.
Herr Dr. H. bewegt sich im Dunstkreis von Firmen, die man als Immobilienentwickler bezeichnen kann. Diese Gesellschaften konzipieren Projekte, welche später als große Einkaufs-Mall`s oder/und Gesundheitszentren dienen. Die Firmen (z.B. ICE etc.) erstellen diese Immobilien (z.B. Berlin-Bergmannstrasse, Braunschweig Schloss-Carree usw.) und Dr. H. mietet mit seiner MEDECO GmbH als Primärmieter Flächen darin an, die sich nach seiner Einschätzung für große “zahnärztliche Einheiten” nutzen lassen. Er versichert auf www.medeco.de , dass er dies nach einer “eingehenden Standortanalyse” tut. Hat die MEDECO-GmbH die Mietverträge unterzeichnet, sucht Dr. H. zumeist junge Kolleginnen/Kollegen, die ihm diese Flächen für ihre Praxis / Praxisgemeinschaft wiederum abmieten. Allerdings fordert er von diesen eine monatliche Zusatzmiete, die er auf den realen Mietpreis aufschlägt. Diese Zusatzmieten sind erheblich (zw. 3.000 und 7.500 € pro Monat und Standort, je nach Größe).
Nun muß man sich fragen, welchen Gegenwert erhält man für diese Zusatzmiete? Wenn man darauf eine echte und authentische Antwort haben will, sollte man den Telefonhörer in die Hand nehmen und die Kolleginnen / Kollegen anrufen, die schon einmal eine solche Immobilie vom Kollegen H. gemietet haben. Man findet diese auf der Internetseite der MEDECO GmbH (www.medeco.de) unter “Partnerpraxen“.
Um auf die zuerst gestellte Frage zurück zu kommen: Hat der Kollege Dr. Dr. H. Sie / Dich schon angerufen?
Herr Dr. H. versucht seit Frühjahr 2009 seinen neuen Standort Berlin-Wilmersdorf “an den Mann / an die Frau zu bringen”. Der bauliche Fertigstellungtermin rückt immer näher und der Kollege H. braucht einen Untermieter. Gerne läßt er sich von Depots oder anderen mit dem Dentalbereich verbandelten Firmen junge Kolleginnen/Kollegen zuführen, um diese für sein Projekt zu begeistern. Eine Hand wäscht eben die andere…;allerdings fällt es den Depots auch immer schwerer die sog. “Zusatzmiete” zu vermitteln. Diese stellt auch bei Banken im Rahmen einer Finanzierung eine nennenswerte Hürde dar – gerade jetzt, bei der noch bestehenden Wirtschaftskrise.
Gerne nutzt er auch seine “alten Kontakte” (Adresslisten aus seiner Zeit als aktiver Gesellschafter in verschiedenen Ärztegemeinschaften) und ruft all die an, von denen er sich vorstellen könnte, dass diese für ihn attraktiv, also z.B. niederlassungsberechtigt sein könnten. Von “Abwerbung” will der Kollege H. in diesem Zusammenhang natürlich nicht sprechen – “man müsse es sportlich sehen”! Dabei werden aber auch schon mal recht abstruse Kooperationen in Aussicht gestellt, die sich später nie realisieren können. Versprechungen gibt es auf seiner Internetseite www.medeco.de viele…
So kann es auch schon einmal sein, dass er tatsächlich einer Kollegin empfiehlt, ihre eigene erst vor einigen Jahren eröffnete und gut laufende Praxis abzugeben, um ihm den neuen Standort Wilmersdorf abzunehmen, weil dieser einen “unschlagbar guten Ertrag” (nach fiktiven Modellrechnungen) erbringen würde. Aber halten diese Zahlen einer objektiven Überprüfung stand….?
Ein amerikanischer Präsident sagte einmal: “Ich stehe Statistiken etwas skeptisch gegenüber.Denn laut Statistik haben ein Millionär und ein armer Kerl jeder eine halbe Million”.
Je mehr sich ein Fertigstellungtermin seiner Vermietungsobjekte nähert, desto umfänglicher und blumiger werden die Versprechungen. Denn hat der Kollege H. keinen Mieter, kann er die Miete nicht an einen Untermieter durchreichen und muß selbst zahlen! Letzteres “bringt die MEDECO GmbH zwar nicht um”, aber Not macht bekanntlich manchmal erfinderisch!
Also, liebe Kollegin, lieber Kollege, es könnte also demnächst sein, dass bei Dir/Ihnen das Telefon klingelt (Fertigstellungstermin von Wilmersdorf ist Januar 2010) oder auch ein Brief im Postkasten liegt und man sollte sich dann schnell an einige Tugenden (Sprichwörter) errinnern:
1) Bevor man langfristige Verträge mit “Fremden” macht, sollte man Kollegen fragen, die den “Fremden” kennen und ihre Erfahrungen bereit sind zu teilen. Denn “Drum prüfe, wer sich ewig bindet,…(Friedrich Schiller)”
und
2) “Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser!” (Lenin)