Auf der Internetseite des BUZ ist ein interessanter Artikel zu den Umständen und Inhalten der nicht abgeschlossenen Kassenprüfung 2007 der KZV Berlin zu lesen. Der Autor Kollege Dohmeier ist Mitglied des Rechnungsprüfungsausschusses und weiß wovon er berichtet…
Archiv für Februar 2010
Kassenprüfung bei der KZV Berlin oder einem Sportverein?
Mittwoch, 24. Februar 2010Patientenabzocke in Berlin ?
Mittwoch, 24. Februar 2010Im RTL Fernsehen wurde in einem Bericht am 22. Februar 2010 proklamiert, dass Patienten in Berlin durch zahnärztliche Kollegen “abgezockt” werden. Eine Testpatientin wurde zunächst in der Praxis des Vorstandsmitglieds Dr. Kesler (GOZ-Referat) befundet und dann eine professionelle Zahnreinigung durchgeführt.
Fazit des Kollegen Kesler: “…bei dieser Patientin muß nichts mehr gemacht werden”.
Die Patientin begab sich danach in vier weitere Zahnarztpraxen in Berlin. In jeder der Praxen wurde der Patientin eine Prophylaxe bzw. Entfernung von Verfärbungen angeraten.
Aus diesen “Angeboten” wurde geschlußfolgert, dass die Patientin “abgezockt” wurde.
Allerdings wird in dem RTL-Bericht und auch durch den Kollegen Kesler nicht erläutert, ob es sich bei den Empfehlungen der “Abzocker-Praxen” um die reine Aufnahme in das Prophylaxe-Recall-Programm der jeweiligen Praxis handelte oder ob gleich eine professionelle Zahnreinigung, ggf. überflüssigerweise, durchgeführt wurde.
Der gesamte Bericht hatte den Hintergrund Werbung für die Patientenberatungsstellen in Berlin zu machen und … für Herrn Dr. Kesler. Bildliche Darstellungen eines Zahnarztes in seiner Praxis und in Ausübung seiner Tätigkeit stehen häufig im Focus berufsrechtlicher Fragestellungen…..
Sind unsere Renten sicher ?
Dienstag, 16. Februar 2010In der Vergangenheit ist viel darüber geschrieben und berichtet worden. Und natürlich haben viele von uns es am “eigenen Leibe” erlebt. Unsere Rentenanwartschaften im Berliner Versorgungswerk der Zahnärzte wurden vor Jahren “wertberichtigt” und um bis 16% abgesenkt. Kollegen, welche nach Berufsaufnahme nach Berlin umgezogen sind und ihre Altersvorsorge in ihren “alten” Versorgungswerken belassen haben, haben gut daran getan. Denn ihre Rentenanwartschaften sind unangetastet geblieben.
Nachdem nun doch der ein oder andere Widerspruch oder vielleicht schon Klage gegen die jüngst ergangenen Widerspruchsbescheide bescheide eingelegt hat, stellt sich immer wieder die Frage, wie es zu einem solchen Mißmanagement in unseren Versorgungswerk kommen konnte. Darüber hinaus läuft das Versorgungswerk den ausgelobten Renditen weiter erfolglos hinterher….
Unser Kollege Gneist von der IUZB hatte im vergangenen Jahr die derzeit Verantwortlichen schriftlich dazu aufgefordert, konkrete Fragen dazu zu beantworten. Jetzt hat er nochmals einen Offenen Brief an die Geschäftsführung der Berliner Zahnärzteversorgung gesandt und sehr konkrete Nachfragen gestellt. Schon der Inhalt der Fragen läßt allerdings vermuten, dass zwischenzeitlich unglaubliche Interna aus dem Versorgungswerk in die berufliche Öffentlichkeit gesickert sind. Gott sei Dank!
Wir empfehlen die Lektüre des Offenen Briefes der IUZB sehr! Und jeder möge sich seine eigenen Gedanken dazu machen……
Besonders gespannt sind wir aber auf die Antworten. Sollten der offene Brief allerdings von den Adressaten ingnoriert werden, ist auch das eine Antwort!
Vorstand lehnt GpZ-Einspruch ab
Montag, 1. Februar 2010Der Vorstand hat nun den Einspruch des Koll. Weiß abgelehnt (vgl. Artikel vom 30.11.2009; “Kammerpräsident grenzt Kollegen aus“).
Der Einspruch beinhaltete den gleichzeitigen Antrag, einen unvollständigen Teil der Ausführungen des Präsidenten Schmiedel im Rahmen des TOP 4 – Fragestunde – in das Protokoll des 4. DV vom 24.09.2009 mit aufzunehmen.
Begründet wurde die Ablehnung vom Vorstand damit, dass der Antrag lediglich eine Ergänzung und keine Fehlerkorrektur beinhalten würde und das DV-Protokoll zudem kein Wortprotokoll sei.
Gleichzeitig weist der Vorstand darauf hin, dass der Präsident beabsichtigt, in der DV am 11.02.2010 eine Stellungnahme zum Inhalt des Einspruches abzugeben. Diese könne dann auf Antrag in das neue Protokoll mit aufgenommen werden.
Nun bleibt natürlich abzuwarten, was der Koll. Schmidel zu seiner “verbalen Entgleisung” aus der letzten DV zu sagen haben wird. Es bleibt zu hoffen, dass er die innere Größe haben wird, sich dafür zu entschuldigen, dass er als Präsident aller Berliner Zahnärzte, eine große Gruppe von zahnärztlichen Kollegen verbal ausgegrenzt und diskriminiert hat.
Die Begründung der Einspruchsablehnung muß zudem eher kritisch gesehen werden, denn diese könnte als “Generalkeule” im Sinne einer echten Zensur missbraucht werden, wenn der Vorstand allein darüber entscheidet, ob eine Formulierung “wortwörtlich” ins Protokoll kommt und damit für alle Welt nachvollziehbar wird oder eben nicht!
