Der Kollege K. ist Mitglied des Vorstandes der Zahnärztekammer Berlin und war als solcher im RTL-Fernsehen zu sehen. Wir berichteten am 24. Februar 2010 über diese Sendung:
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In der letzten Delegiertenversammlung (06.05.2010) fragte der Kollege Weiß (GpZ), ob
a) der Kollege K. mit dem Verlauf und dem Ergebnis seines Fernsehauftrittes zufrieden sei
und
b) ob dieser Auftritt mit dem Vorstand abgestimmt war?
Bevor der Kollege K. selbst Stellung nehmen konnte, sprang ihm sein für seine Fürsorglichkeit bekannter Kammerpräsident bei, in dem dieser die bisherigen Verdienste des Kollegen K. besonders hervor hob und erst zum Schluss etwas zum Fernsehauftritt seines Kollegen K. sagte. Es fielen die Attribute:
- „dumm gelaufen“
- „sehr unglücklich“
- „die Zusammenarbeit mit RTL war ein großer Fehler“
- „eine nochmalige Zusammenarbeit kommt nicht in Frage / „wir machen das nicht mehr“ u.a.
Dann endlich konnte der Kollege K. auch selbst etwas sagen. Er war sichtlich zerknirscht und musste ebenfalls zugeben, dass „die Sache sehr dumm gelaufen sei“. Interessant war die Aussage, dass der Vorstand davon sprach, „dass die Intention des RTL-Berichts im Vorneherein schon deutlich war, der Bericht eigentlich vorher schon fertig und zudem klar war, dass bestimmte namentlich bekannte Kollegen mit verdeckter Kamera in ihren Praxen gefilmt werden sollten“.
Der Vorstand sei im Sinne einer Schadensbegrenzung für die Berliner Zahnärzteschaft aktiv geworden, allerdings habe RTL dem Vorstand später keinerlei Mitsprache, Gestaltungs- oder Autorisationsrechte in Bezug auf die fertige Darstellung im Fernsehen eingeräumt.
Der später im Fernsehen bei RTL veröffentlichte Filmtrack mit dem Koll. K. als neutralen Gutachter wurde während zweier Drehabende in der Praxis des Kollegen gedreht. Der Kollege K. entschuldigte sich mehrfach für die nach seiner Meinung gänzlich misslungene Sendung und fand vor Betroffenheit kaum Worte. Es schloss sich eine engagierte Diskussion in der DV an. Fazit war, dass der Kammervorstand zukünftig solche Ansinnen der Presse ablehnen wolle.
Eines wurde aber ebenfalls deutlich: Die nach Aussage des Kollegen K. bei den Dreharbeiten persönlich anwesende Leiterin der Pressestelle, Frau D., vom Vorstand als absoluter Medienprofi bezeichnet, konnte den Vorstand und besonders den Kollegen K. nicht vor einem solchen „medialen Super-GAU“ bewahren. Schade!
Schlagworte: Presse, Pressestelle
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