In gemeinsamer KZV-Wahlliste mit

Archiv für die Kategorie „Zahnärztekammer“

„Angst essen Seele auf“

Mittwoch, 2. Juni 2010

oder wie viel Angst muss der Kollege Müller-Reichenwallner haben, wenn er einen solchen Artikel schreibt?

Der Artikel mit der Überschrift „Anträge, Ablenkungsmanöver und eine mechante Allianz“ findet sich auf der Internetseite des Verbandes der Berliner Zahnärzte. Nimmt man sich Zeit und Muße, um diesen Artikel zu lesen, so hat man nach dessen Lektüre das Gefühl eines „déjà  vu´s“.

Diese hastige, wenig logische, sehr vereinfachende, z.T. hoch emotionale und sehr gestelzte „Schreibe“ kenne ich doch irgendwo her? Schnell kommt dem gewogenen Leser dann das Bild und das prägnante Profil des betreffenden Kollegen vor das innere Auge….

Nach dieser „erfrischenden“ Erkenntnis reflektiert der Leser den Inhalt.

Zunächst fällt auf, dass der Verfasser es an der kollegialen Wertschätzung gegenüber seinen zahnärztlichen Berufskollegen völlig fehlen lässt  (u.a. „Fransen der Kollegenschaft“) und in einem sehr starren Lagerdenken (Zitat: „ Gneist und sein Oppositionsblock..; …. Im Auftrage der großen Blockopposition…“ ) verhaftet ist. Er reduziert recht komplexe Sachverhalte auf banale einfache Schlagworte und setzt diese in Zusammenhänge, die der Verfasser nur vermuten kann, aber  als Tatsache einfach mal behauptet. Belegen kann er seine potemkinschen Dörfer nicht. Er ist leider auch nicht in der Lage sich sachlich argumentativ über die von ihm leider nur oberflächlich angerissenen Themen zu äußern. Er driftet in die Polemik ab und scheint unter einer Art Verfolgungswahn zu leiden, denn ansonsten lassen sich Textpassagen wie „(Zitat)..sich die IUZB als agentenhafter Handlanger, Informationsbeschaffer und Spion von wem auch immer andient, in fremder Dominanz also“, nicht erklären!?

Desweiteren kommt der Leser zu der Erkenntnis, dass es mit dem Demokratieverständnis des Autors nicht weit her sein kann. Er beschimpft mehrere sich in der Opposition befindliche Gruppierungen  nur deshalb, weil diese das tun, was man in einer Demokratie als Opposition normalerweise tut, man hinterfragt die Maßnahmen der Regierenden und nimmt den Auftrag der parlametarischen Kontrolle wahr.

Wie muss jemand intellektuell gestrickt sein, wenn er mit dem Herrschaftswissen und der Infrastruktur der Regierenden prahlt, die Opposition als minderbemittelt bezeichnet und ihr das Recht auf eine  berufspolitische Teilhabe abspricht (Zitat: „..fehlen ihnen die Ideologie, der Intellekt, die Infrastruktur, das Wissen und die Verbindung zu den Bundesgremien.“).  Dieser Kollege grenzt aus und treibt bewusst einen Keil in die Kollegenschaft , die genau dies, nämlich eine Endsolidarisierung der Berliner Zahnärzteschaft, überhaupt nicht gebrauchen kann.

Diese Ausgrenzung erreicht ihren Höhepunkt, in dem der Verfasser den Kollegen Gneist und seinen Verband wiederholt in die Nähe einer ominösen „medizinischen Klinikketten GmbH“ rückt und dies als „mechante“ (miese) Allianz bezeichnet. Dadurch soll wohl eine dubiose irgendwie  angstschürende  Verbindung zu fiktiven „seelenlosen, sklavenähnlichen, fremdgesteuerten und die Freiberuflichkeit zerstörenden Bohr- und Zahnfabriken“ hergestellt werden.  Konkret wird der Autor nicht, aber die von Ihm bezweckte  Assoziation ist klar: Opposition…. GpZ….. MEDECO ….Zahnkliniken ….Teufelszeug!

Lieber und werter Kollege Müller-Reichenwallner, Sie werden es vielleicht nicht glauben, aber die Welt hat sich nicht nur in den letzten 15 Jahren weiter gedreht.

Vielleicht ist es Ihnen entgangen, wir, Ihre Kollegen, die Sie als MEDECO-Zahnärzte bezeichnen würden, sind seit über 15 Jahren in Berlin mit unseren Einzelpraxen in ganz normalen Praxisgemeinschaften niedergelassen, so wie Hunderte von anderen Kollegen auch. Wir sind Freiberufler, führen unsere Praxen völlig eigenverantwortlich und haben mit einer GmbH nur insoweit etwas zu tun, als das wir unsere Praxisräume von einer GmbH mieten.

Nicht mehr und nicht weniger!

Was glauben Sie, wie viel Immobilieneigentümer in Berlin GmbH´s sind und ihre Räumlichkeiten an Ärzte, Tierärzte, Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater, Körperschaften und Zahnärzte vermieten? Es sind Tausende! Vielleicht zahlen auch Sie Ihre Miete an eine GmbH?!

Es scheint auch an Ihnen vorbei gegangen zu sein, obwohl Sie persönlich dabei anwesend waren, dass die GpZ sich bei der Formulierung und Verabschiedung der Resolution zur Freiberuflichkeit in der DV durch Textbeiträge besonders  mit eingebracht hat. Viele Ihrer Kollegen, die ihre Praxen in der Nähe der MEDECO-Standorte führen, beauftragen seit vielen Jahren Kollegen von uns mit Ihrer Urlaubsvertretung. Hier ist ein kollegiales Vertrauen gewachsen, trotz des nicht nur verbalen Sperrfeuers einiger weniger ewig-gestriger Kollegen. Sie, lieber Kollege Müller-Reichenwallner, versuchen krampfhaft Kollegen gegen Kollegen ausspielen und schüren völlig unbegründet irgendwelche Ängste, nur um kollegiale Feindbilder für Ihren KZV-Wahlkampf aufzubauen.

Sie haben scheinbar nicht begriffen, dass die Berliner Zahnärzteschaft eine kollegiale, konstruktive und von gegenseitiger Wertschätzung geprägte Diskussion um berufspolitische Inhalte braucht.

Natürlich kann diese Diskussion hart in der Sache sein, aber doch nicht so platt und hetzerisch wie Ihr schriftlicher Propaganda-Erguss – das ist doch unter Niveau!

Nun muss man sich ja schon fragen, was mag den Autor zur Abfassung eines solchen Artikels bewogen haben?

Man kann eigentlich nur zu dem Schluss kommen, dass ihn große Ängste getrieben haben müssen. Denn, Angst essen Seele auf!

Sind es Bedenken in Bezug auf die eigene persönliche Rolle in den von der Staatsanwaltschaft geprüften und im Abschlussbericht niedergelegten Sachverhalten? Ist es die konkrete Angst vor dem Verlust von Ansehen und finanziellen Resourcen für den Fall, dass eine Wiederwahl im Rahmen der KZV-Wahl 2010 nicht klappt? Diese Fragen werden wir hier nicht beantworten können, aber jede/r Kollegin/e wird sich ihre/seine eigenen Gedanken dazu machen….., auch, wenn der Kollege Müller-Reichenwallner dies einer „Franse der Kollegenschaft“ vielleicht nicht zutraut.

Das Dilemma des Kollegen K. oder macht Öffentlichkeitsarbeit glücklich?

Mittwoch, 12. Mai 2010

Der Kollege K. ist Mitglied des Vorstandes der Zahnärztekammer Berlin und war als solcher im RTL-Fernsehen zu sehen. Wir berichteten am 24. Februar 2010 über diese Sendung:.

In der letzten Delegiertenversammlung (06.05.2010) fragte der Kollege Weiß (GpZ), ob

a) der Kollege K. mit dem Verlauf und dem Ergebnis seines Fernsehauftrittes zufrieden sei

und

b) ob dieser Auftritt mit dem Vorstand abgestimmt war?

Bevor der Kollege K. selbst Stellung nehmen konnte, sprang ihm sein für seine Fürsorglichkeit bekannter Kammerpräsident bei, in dem dieser die bisherigen Verdienste des Kollegen K. besonders hervor hob und erst zum Schluss etwas zum Fernsehauftritt seines Kollegen K. sagte. Es fielen die Attribute:

-          „dumm gelaufen“

-          „sehr unglücklich“

-          „die Zusammenarbeit mit RTL war ein großer Fehler“

-          „eine nochmalige Zusammenarbeit kommt nicht in Frage / „wir machen das nicht mehr“ u.a.

Dann endlich konnte der Kollege K. auch selbst etwas sagen. Er war sichtlich zerknirscht und musste ebenfalls zugeben, dass „die Sache sehr dumm gelaufen sei“.  Interessant war die Aussage, dass der Vorstand davon sprach, „dass die Intention des RTL-Berichts im Vorneherein schon deutlich war, der Bericht eigentlich vorher schon fertig und zudem klar war, dass bestimmte namentlich bekannte Kollegen mit verdeckter Kamera in ihren Praxen gefilmt werden sollten“.

Der Vorstand sei im Sinne einer Schadensbegrenzung für die Berliner Zahnärzteschaft aktiv geworden, allerdings habe RTL dem Vorstand später keinerlei Mitsprache, Gestaltungs- oder Autorisationsrechte in Bezug auf die fertige Darstellung im Fernsehen eingeräumt.

Der später im Fernsehen bei RTL veröffentlichte Filmtrack mit dem Koll. K. als neutralen Gutachter wurde während zweier Drehabende in der Praxis des Kollegen gedreht. Der Kollege K. entschuldigte sich mehrfach für die nach seiner Meinung gänzlich misslungene Sendung und fand vor Betroffenheit kaum Worte. Es schloss sich eine engagierte Diskussion in der DV an. Fazit war, dass der Kammervorstand zukünftig solche Ansinnen der Presse  ablehnen wolle.

Eines wurde aber ebenfalls deutlich: Die nach Aussage des Kollegen K. bei den Dreharbeiten persönlich anwesende Leiterin der Pressestelle, Frau D., vom Vorstand als absoluter Medienprofi bezeichnet, konnte den Vorstand und besonders den Kollegen K. nicht vor einem solchen „medialen Super-GAU“ bewahren. Schade!

Pressestelle der Zahnärztekammer-„Diener zweier Herren…?“

Mittwoch, 12. Mai 2010

In der letzten Delegiertenversammlung vom 6.Mai 2010 informierte der Vorstand auf konkrete Nachfrage einiger Delegierter der IUZB, in Form einer Tischvorlage, über die organisatorischen, rechtlichen und persönlichen Fakten im Hinblick auf die Pressestelle der Zahnärztekammer Berlin.

Diese Fakten sind:

1) Frau D. führt die Pressestelle der Zahnärztekammer in den Räumen ihrer eigenen Agentur. Die Agentur nennt sich „Fachpresseagentur für Zahnmedizin in Wissenschaft und Praxis“. D.h. die Adressen und Kontaktdaten der privaten Agentur der Frau D. und der Pressestelle der Zahnärztekammer sind identisch.

2) Diese Pressestelle wird vom Vorstand als „ausgegliederte Abteilung“ der Zahnärztekammer angesehen und sei damit eine Einrichtung der Kammer.

3) Frau D. hat einen Vertrag mit der Zahnärztekammer über eine „externe Zusammenarbeit“; nach dem sie der Kammer in fester Teilzeit oder auf Abruf zur Verfügung steht.

4) Weisungsbefugt ggü. der Pressestelle sei der Vorstand bzw. das für Öffentlichkeitsarbeit zuständige Vorstandsmitglied.

5) Aufgrund der besonderen Vertrauensstellung der Pressestelle zum Vorstand bzw. zur Kammer überhaupt, gibt es eine Verschwiegenheitsverpflichtung (Schutzklausel), welcher Frau D. zugestimmt hat. „Dezidiert ausgeschlossen ist dagegen eine Zusammenarbeit von Frau D. auf der „Berliner Bühne“ für andere dentale Organisationen, außer für die LAG oder bei Bedarf das Pfaff und bei gemeinsamen Aktionen für/mit de KZV. Darüber hinaus gehende Maßnahmen wären mit der Kammer abzusprechen“.

Im Verlauf der sich anschließenden Diskussion stellte der Koll. Weiß (GpZ) dar, dass er im Zuge der Vorbereitung auf diesen TOP folgende Informationen vorgefunden habe (Internet etc.) :

Frau D. ist u.a. Gründerin, Vorstandmitglied und Geschäftsführerin des „Buena Vista Dentista Club e.V. . Diese Gruppierung, die sich selbst „Verband der Zahnärztinnen“ nennt, hat ihren Sitz in Berlin unter derselben Adresse wie die Pressestelle der Zahnärztekammer Berlin.

Gemäß der Satzung des Verbandes ist als Gesellschaftszweck u.a. angegeben, „ die Förderung der Kenntnisse der Zahnärztinnen im Berufsrecht“, „die Information der Öffentlichkeit über die Anliegen der Zahnärztinnen in Wissenschaft und Praxis“ und „die Zusammenarbeit mit anderen zahnärztlichen Vereinigungen, Gesellschaften, Arbeitsgemeinschaften..“. Erreichen will der Verband dies mit „der Information der Öffentlichkeit über Anliegen der Zahnärztinnen“, also über professionelle Pressearbeit.

Danach zitierte der Kollege Weiß aus einem Artikel aus DZZ (Deutsche Zahnärztliche Zeitschrift) aus 2008. Dieser wurde in der Rubrik „Top-Gespräch“ in Form eines Interviews von Frau D., mit folgender Überschrift publiziert: „ B. D.  Spannend für die Zahnmedizin: Immer mehr Zahnärztinnen und was sie verändern“.

Die vom Kollegen Weiß zitierten Passus und besonders die folgende Antwort der Frau D.

Frauen sind berufspolitisch eher wenig vertreten und interessieren sich, so unsere Erfahrung, auch für die bekannte Form der Berufspolitik nicht sonderlich. Zuviel Gezerre, zu viele Machtkämpfe und dauernd will einer der Wichtigste sein. Vielleicht brauchen wir auch eine andere Berufspolitik, wenn demnächst die Zahnärztinnen die Mehrheit an den Zahnärzten stellen.“

sprechen doch sehr für eine ganz eindeutige berufspolitische Ausrichtung des Verbandes der Frau D. und den Willen, Einfluss auf die berufspolitische Willensbildung nehmen zu wollen. Wenn man nun bedenkt, dass der Dentista-Club

1) seinen Sitz in Berlin hat

2) 5 der 6 Vorstandmitglieder aus Berlin stammen

3) Frau D. Schriftführerin, Geschäftsführerin und Vorstandsmitglied ist

4)  und der Geschäftssitz sich in den Räumen von Frau D. befindet, in denen auch die Pressestelle der Zahnärztekammer in Personalunion beheimatet ist,

liegt doch die Vermutung nahe, dass sich hier eine berufspolitische Berliner Gruppierung konstituiert, die sehr schnell auch bei standespolitischen Wahlen antreten könnte. Marktpolitisch gesprochen ist die Geschäftsführerin des „Dentista-Club´s“ eigentlich eine Mitbewerberin am Markt und es bleibt die Frage, ob die notwendige Unabhängigkeit der Pressestelle tatsächlich gegeben ist, Loyalitätsüberschneidungen nicht unvermeidbar sind („Man kann nicht Diener zweier Herren sein..“?!) und nicht ggf. die Verschwiegenheitsverpflichtung (Schutzklausel) aus dem Beratervertrag verletzt wird?!

Genau diese Frage stellte der Kollege Weiß dem Vorstand! Dessen Antwort war „Nein“, der Vorstand sieht hier keine problematischen Überschneidungen, sondern nur Synergien.

Jeder möge sich selbst dazu eine Meinung bilden, die GpZ jedenfalls, kann diese Aussage nicht nachvollziehen, da die Pressestelle der Zahnärztekammer einzig und allein der Kammer verpflichtet sein sollte und nicht (auch) anderen Interessenverbänden in Berlin.

Kammerpräsident entschuldigt sich bei MEDECO-Kolleginnen/Kollegen

Montag, 12. April 2010

Wie schon berichtet, hatte sich der Kammerpräsident Dr. Schmiedel in der Delegiertenversammlung vom 24.September 2009 sehr missverständlich über die Kollegen und Kolleginnen geäußert, die mit ihren Praxen mit den Zahnkliniken MEDECO in Berlin kooperieren.

Dr. Weiß ,als Delegierter der GpZ, sah sich deshalb dazu veranlasst, gegen das Protokoll der September-DV Widerspruch einzulegen, um eine Klarstellung für die Kollegenschaft zu erreichen. Folge dieses Widerspruches war eine Stellungnahme des Präsidenten Koll. Schmiedel in der DV vom 11. Februar 2010:

“..nimmt Herr Schmiedel Stellung zu seiner in der Delegiertenversammlung vom 24.09.2009 getätigten und missverständlichen Aussage bezüglich der vor einigen Jahren aus verschiedenen Gründen ablehnenden Haltung der Kollegenschaft gegenüber MEDECO. Diese Haltung gegenüber MEDECO und den dort tätigen Kollegen habe sich geändert, es sollte mit seiner Aussage kein Kollege ausgegrenzt werden. Herr Schmiedel entschuldigte sich bei Herrn Weiß für das entstandene Missverständnis“.

Diese Entschuldigung lässt für die Zukunft hoffen, dass der Umgang innerhalb der Kollegenschaft, mit Kolleginnen und Kollegen, die in größeren Praxen organisiert sind, an Normalität gewinnt. Ausgrenzungen jeder Art sollten der Vergangenheit angehören und bei Meinungsverschiedenheiten oder Fragen sollte eine faire, von gegenseitiger Wertschätzung geprägte kollegiale Diskussion geführt werden. Es können sich natürlich durchaus unterschiedliche Auffassungen gegenüber stehen, diese müssen aber inhaltlich argumentatitv diskutiert werden und immer frei von persönlichen Angriffen, Verleumdungen und Polemik sein.

Wir, die gemeinsam praktizierenden Zahnärzte, wollen uns weiterhin konstruktiv an der Bewältigung der anstehenden berufspolitischen Herausforderungen beteiligen! So, wie wir dies im Rahmen der Formulierung der “Resolution zur Freiberuflichkeit” (vgl. MBZ April 2010) bereits getan haben.

Patientenabzocke in Berlin ?

Mittwoch, 24. Februar 2010

Im RTL Fernsehen wurde in einem Bericht am 22. Februar 2010 proklamiert, dass Patienten in Berlin durch zahnärztliche Kollegen “abgezockt” werden. Eine Testpatientin wurde zunächst in der Praxis des Vorstandsmitglieds Dr. Kesler (GOZ-Referat) befundet und dann eine professionelle Zahnreinigung durchgeführt.

Fazit des Kollegen Kesler: “…bei dieser Patientin muß nichts mehr gemacht werden”.

Die Patientin begab sich danach in vier weitere Zahnarztpraxen in Berlin. In jeder der Praxen wurde der Patientin eine Prophylaxe bzw. Entfernung von Verfärbungen angeraten.

Aus diesen “Angeboten” wurde geschlußfolgert, dass die Patientin “abgezockt” wurde.

Allerdings wird in dem RTL-Bericht und auch durch den Kollegen Kesler nicht erläutert, ob es sich bei den Empfehlungen der “Abzocker-Praxen” um die reine Aufnahme in das Prophylaxe-Recall-Programm der jeweiligen Praxis handelte oder ob gleich eine professionelle Zahnreinigung, ggf. überflüssigerweise, durchgeführt wurde.

Der gesamte Bericht hatte den Hintergrund Werbung für die Patientenberatungsstellen in Berlin zu machen und … für Herrn Dr. Kesler. Bildliche Darstellungen eines Zahnarztes in seiner Praxis und in Ausübung seiner Tätigkeit stehen häufig im Focus berufsrechtlicher Fragestellungen…..

Vorstand lehnt GpZ-Einspruch ab

Montag, 1. Februar 2010

Der Vorstand hat nun den Einspruch  des Koll. Weiß abgelehnt (vgl. Artikel vom 30.11.2009; “Kammerpräsident grenzt Kollegen aus“).

Der Einspruch beinhaltete den gleichzeitigen Antrag, einen unvollständigen Teil der Ausführungen des Präsidenten Schmiedel im Rahmen des TOP 4 – Fragestunde – in das Protokoll des 4. DV vom 24.09.2009 mit aufzunehmen.

Begründet wurde die Ablehnung vom Vorstand damit, dass der Antrag lediglich eine Ergänzung und keine Fehlerkorrektur beinhalten würde und das DV-Protokoll zudem kein Wortprotokoll sei.

Gleichzeitig weist der Vorstand darauf hin, dass der Präsident beabsichtigt, in der DV am 11.02.2010 eine Stellungnahme zum Inhalt des Einspruches abzugeben. Diese könne dann auf Antrag in das neue Protokoll mit aufgenommen werden.

Nun bleibt natürlich abzuwarten, was der Koll. Schmidel zu seiner “verbalen Entgleisung” aus der letzten DV zu sagen haben wird. Es bleibt zu hoffen, dass er die innere Größe haben wird, sich dafür zu entschuldigen, dass er als Präsident aller Berliner Zahnärzte, eine große Gruppe von zahnärztlichen Kollegen verbal ausgegrenzt und diskriminiert hat.

Die Begründung der Einspruchsablehnung muß zudem eher kritisch gesehen werden, denn diese könnte als “Generalkeule” im Sinne einer echten Zensur missbraucht werden, wenn der Vorstand allein darüber entscheidet, ob eine Formulierung “wortwörtlich” ins Protokoll kommt und damit für alle Welt nachvollziehbar wird oder eben nicht!

Kammerpräsident grenzt Kollegen aus…

Montag, 30. November 2009

In der Delegiertenversammlung vom 24. September 2009 wurde im Rahmen der Fragestunde (TOP 4) von verschiedenen Delegierten die Problematik der “Werbung für Auslandslabore” in den MBZ aufgeworfen. Dazu gab es eine engagierte Diskussion. Im Rahmen einer Frage des Kollegen Weiß an den Vorstand, welchen Einfluß der Vorstand auf die Annahme von Anzeigen nehmen kann, antwortete der Kammerpräsident, dass eine Einflußnahme hier nicht möglich sei, da die geltenden Verträge mit dem MBZ-Verlag dies nicht zulassen würden.

Auf die ergänzende Nachfrage des Kollegen Weiß, im Hinblick auf eine vor Jahren vom Verlag/Vorstand abgelehnten Fortbildungsankündigung (Anzeige) der Zahnkliniken MEDECO, erwiderte der Kollege Schmiedel u.a. sinngemäß, “dass dies heute genauso entschieden werden würde”.

Aus diesem Sachverhalt heraus sah sich der Kollege Weiß, nach Erhalt des Protokolles, zu einem Einspruch und einem Antrag veranlasst. Die Begründung zum Einspruch können Sie hier nachlesen.

Werbung für “Auslandslabore” in den MBZ

Freitag, 2. Oktober 2009

Dem einen oder anderen ist bei der gelegentlichen Lektüre der MBZ sicher aufgefallen, dass es dort z.T. ganzseitige Anzeigen gibt, die für zahntechnische Labore werben, die bekanntermaßen ihre Produkte im Ausland (z.B. Phillipinen, Singapur) fertigen lassen. So findet man in der Ausgabe September 2009 auf der ersten Innenseite eine große mehrfarbige Anzeige der Firma “dentaltrade” und eine Beilage der Firma “prodentum”.

In der letzten Delegiertenversammlung (24.09.09) der Berliner Zahnärztekammer wurde von einigen (oppositionellen) Delegierten die Frage aufgeworfen, ob es denn im Interesse der Berliner Zahnärzte sein könne, wenn in ihrem offiziellen Mitteilungsblatt Werbung dafür gemacht wird, dass Aufträge und damit eben u.a. auch Gelder aus dem System der gesetzlichen Krankenkassen (deutsche Sozialbeiträge) nach Asien transferiert und in Berlin dadurch auch Arbeitsplätze im Zahntechnikerhandwerk vernichtet werden ?

Der Vorstand der Zahnärztekammer, hier in Person des Präsidenten Herrn Koll. Schmiedel, beantwortete die im Rahmen der Fragestunde aufgeworfene Frage mit einem Schulterzucken und der Aussage, “dass der Vorstand keine Möglichkeit habe, den Defot Verlag in der Auswahl seiner Anzeigenkunden zu beeinflussen. Zudem könne man doch froh sein, dass durch die Anzeigen die Kosten für die MBZ  gegenfinanziert würden“.

Diese Aussage konnte der Delegierte der GpZ, unser Kollege Weiß, so nicht unkommentiert im Raume stehen lassen und zwar aus folgendem Grunde:

Vor einigen Jahren, hatte sich die “MEDECO-Gruppe”  an den Defot Verlag gewandt, um eine Vorankündigung zu einer Fortbildungsveranstaltung in Anzeigenform in die MBZ setzen zu lassen. Nachdem die fertig gestaltete Anzeige mit Namen und Logo der “MEDECO-Gruppe” schon beim Verlag zur Veröffentlichung angenommen worden war, meldete sich der Verlag kurz vor dem Erscheinen der MBZ telefonisch bei Dr. Weiß und teilte ihm mit, dass die Anzeige nicht wie zugesagt veröffentlicht werden könne. Auf konkrete Nachfrage, warum das nicht möglich sei, erwiderte der Mitarbeiter des Verlages, dass “die Veröffentlichung von seiten der Zahnärztekammer nicht erwünscht sei” !!

Sämtliche Proteste dagegen blieben damals ohne Erfolg.

Diesen Sachverhalt schilderte der Koll. Weiß während der DV und verband mit dieser Schilderung die Feststellung, “dass der Vorstand seine Möglichkeiten der Einflussnahme auf den Defot Verlag” als zu gering darstelle und deshalb wohl schon eine “lenkende Einflussnahme” möglich sei, wenn es denn gewollt sei.

Der Koll. Schmiedel hielt aber an seiner zuvor dargestellten Ablehnung einer Einflußnahme mangels Möglichkeiten fest, wobei er sich aber den folgenden Nebensatz nicht verkneifen konnte:

” ...auch heute würden die meisten Berliner Kollegen gegen eine Anzeigenveröffentlichung für MEDECO-Gruppe sein” (sinngemäß)

Hier sieht man, dass noch heute mit zweierlei Maß gemessen wird!

Insbesondere wenn man sieht, dass in den aktuellen MBZ Anzeigen von z.T. großen zahnärztlichen Kooperationen zu finden sind, wie z.B. “Dr. Eichenseer & Kollegen, ÜbezBAG, ZAHNMEDIZINISCHE TAGESKLINIKEN” auf Seite U3,  “TAGESKLINIK für Mund-,Kiefer-, Gesichtschirurgie, Drs. Gorenflos u.a.” auf Seite 31 und “PREDENT” auf Seite 23 in den MBZ Heft 9 2009.

Wann wird der “kalte Krieg” u.a. gegen die Kollegen der MEDECO-Gruppe in Berlin endlich ein Ende nehmen? Vermutlich erst dann, wenn man einen Generationenwechsel an den Schaltstellen der Kammer herbeiführt….

“Nachtigall, ick hör Dir trappsen…”

Dienstag, 1. September 2009

In den letzten Artikeln ist die Problematik unserer Rentenanwartschaften im Versorgungswerk der Berliner Zahnärzte eingehend diskutiert worden. Ziel war es, für das Thema zu sensibilisieren und vielleicht sogar zu erreichen, dass jede Kollegin / jeder Kollege seine diesbezüglichen Unterlagen einmal in die Hand nimmt (was man eigentlich eher selten und ungerne tut, weil es ja noch so weit weg ist, das Rentenalter) und sich einen individuellen Überblick verschafft.

Wenn man das getan hat, konnte man die jüngsten Schreiben des Versorgungswerkes zu den Rentenanwartschaften richtig einordnen (es war ein widerspruchsfähiger Bescheid!) und die angemessenen Massnahmen ergreifen (ggf. Widerspruch einlegen).

Nun hat sich vielleicht der ein oder andere gefragt, warum kann ich mir im Intenet in einem Anwartschaftsrechner auf der Website des Versorgungswerks meine aktuelle Anwartschaft berechnen, aber einen definitven Gesamtbescheid bekomme ich nicht – dieser soll erst zum Jahresende verschickt werden?!

Zu dieser Frage möchten wir auf einen aktuellen Artikel der IUZB verweisen: Cave!

Dieser wirft die Frage auf, aus welcher Intension heraus das Versorgungswerk so verfährt und ob es nicht vielleicht auch einen konkreten Grund für dieses Vorgehen gibt, der leider nicht zum Vorteil der Mitglieder des Versorgungswerks gereichen würde. Eben: “Nachtigall, ick hör Dir trappsen…”

Cave: Rentenbescheide des Versorgungswerks

Dienstag, 7. Juli 2009

Das Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin hat in jüngster Vergangenheit (Juni 2009) Bescheide gemäß § 42 Absatz 2 der Satzung an die dort geführten Mitglieder (also uns!) versandt. Vielen ist dabei vielleicht aufgefallen, dass die Mitteilungen anders aussehen, als in all den vorherigen Jahren.

In den früheren Bescheiden (bis 2006) wurde ausgehend von den bisher bis zu einem bestimmten Stichtag gezahlten Beiträgen (z.B. 01.01.2007), schön übersichtlich aufgeführt, welche Rentenanwartschaft man zum 65. Lebensjahr erworben hatte. Dabei wurden die unterschiedlichen Bereiche, aus denen die Gesamtsumme einer Anwartschaft resultiert, einzeln dargestellt. Dies waren z.B. die Selbständigkeit (§18), die Angestelltentätigkeit (§19) oder auch die freiwillige Höherversicherung (§ 18a).

Die neuen Bescheide sind deutlich unübersichtlicher gestaltet und beziehen sich scheinbar immer nur auf einen Teilbereich der Anwartschaften. Ein direkter Vergleich der Zahlen mit den Zahlen der früherern Bescheide ist nur schwer möglich. Manch einer erhält auch zwei oder drei Teil-Bescheide  und kann bis zum Erhalt des letzten Bescheides die Gesamthöhe seiner Anwartschaft nicht überprüfen.

So kann es sein, dass sich nach Erhalt des dritten Teilbescheides ergibt, dass der erste Teilbescheid nicht korrekt war. Zu diesem Zeitpunkt könnte aber die Rechtsmittelfrist des ersten Bescheides (1 Monat nach Zugang) schon verstrichen sein und eine Korrektur wäre dann nicht mehr möglich.

Aus diesem Grunde sollte jede Kollegin/jeder Kollege prüfen, ob die nun zugehenden Bescheide sich nachvollziehbar an den bisher in den Vorjahren ergangenen Bescheiden orientiert. Sollte dies nicht der Fall sein, sollte man vorsorglich einen fristwahrenden Widerspruch an den Aufsichtsausschuß des Versorgungswerks senden (per Fax und/oder Einwurf-Einschreiben).

Zu diesem Themenkomplex haben auch die Kollegen der IUZB einen interessanten Artikel auf ihrer Homepage verfasst und ein Muster-Widerspruch für den Download bereit gestellt.

Wir empfehlen dessen Lektüre und eine eingehende Prüfung Eurer/Ihrer Bescheide!